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Blau machen: Ein Tag bei den Spreewood Distillers

Nur 60 km südlich von Berlin brennen die Spreewood Distillers Deutschlands ersten Rye Whiskey. Natur- und Whiskey-Fans aufgepasst: Hier ist eure Route durch das Biosphärenreservat Spreewald zur schönste Destille Brandenburgs.

Der Berliner Alltagsstress macht auf dem Fahrrad oder im Kanu unverzüglich einer totalen Tiefenentspannung Platz. Paradiesische Natur (Wasser!), seltene Vögel und die Vorteile einer touristisch erschlossenen Region (Eis, Pommes, Weg-Bier oder Weg-Limo!) machen den Spreewald für uns Großstädter zum idealen Tagesausflugsziel. Im kleinen Ort Schlepzig destillieren Sebastian Brack, Bastian Heuser und Steffen Lohr ihren Single Malt, Rye Whiskey und Rum.

 

DIE TOUR

12:30 Uhr: Abfahrt!
Ausschlafen. Frühstücken und ab aufs Fahrrad zum nächsten Bahnhof. Zwei Mal in der Stunde fährt eine Regionalbahn in Richtung Spreewald. Von Berlin Hauptbahnhof fahrt ihr in 58 Minuten und von Ostkreuz sogar in unschlagbaren 56 Minuten in die Spreewaldmetropole Lübben. Auf dem Bahnhofsgebäude steht in großen Lettern die niedersorbische Bezeichnung der Ortschaft: Lubin (Błota).

13:30 Uhr: Mit dem Rad durch den Spreewald
Lübben ist mit dem Fahrrad schnell durchquert. Nach einer Holzbrücke beginnt ein fast durchgehend gut ausgebauter Radweg in Richtung Schlepzig. Entlang der Spree und durch eine ausgedehnte Teichlandschaft radelt ihr in circa 45 Minuten in das 600-Seelen-Dorf. Mit sehr viel Glück könnt ihr unterwegs einen Storch entdecken – von März bis Ende August sind die Tiere im Spreewald zu finden. Leichter tut man sich aber sicherlich mit der Beobachtung von Enten.

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14:30 Uhr: Das Gelände der Spreewood Distillers erkunden
Die Brennerei befindet sich in einem Gutshof an der Hauptverkehrsstraße von Schlepzig und ist nicht zu verfehlen. Im Hofgarten gibt es Kaffee, Kuchen, Wurst, Bier und Whiskey im Glas und im Eis. Verhungern oder verdursten tut hier keiner. Von der Terrasse aus, die hinter dem Brennereigebäude liegt, blickt man auf einen der zahlreichen Fließe die durch den Spreewald führen. Nur wenige Meter weiter rechts, fädeln sich die Kajak- und Kanufahrer durch eine Schleuse. Wer selbst aufs Wasser will: In der Ortschaft gibt es natürlich auch ein Boots-Verleih. Ein Blick in die Gebäude der Destille beweist: Hier wird auch hart gearbeitet. Brennkessel und ein Labor zeigen die handwerkliche Seite der Produktion.

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16:00 Uhr: Hier seid ihr im Whiskey-Himmel
In der Destille wird unter dem Label Stork Club neben Single Malt Whisky auch ein Rye Whiskey (Whiskey mit hohem Roggenanteil) hergestellt. Dass diese hauptsächlich in den USA produzierte Spirituose jetzt auch eine Heimat im Spreewald hat, ergibt wirklich Sinn. Der Süden Brandenburgs, mit seinen leichten, sandigen Böden, ist das größte Roggenanbaugebiet Deutschlands. Auch die Fasslagerung scheint im Spreewald besonders effizient. Heiße, feuchte Sommer und kalte Winter lassen den Whiskey optimal reifen. Aber auch der Butterbird Rum der Spreewood Distillers profitiert vom Spreewälder Mikroklima.

Es lohnt sich durchaus mit wenig Gepäck anzuradeln. Denn während eines kleinen Rundgangs durch den Shop der Destille könnt ihr den Platz im Rucksack sinnvoll füllen.

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Spreewood Distillers
Dorfstr. 56, 15910 Schlepzig

Café und Hofverkauf:
WINTER – Oktober bis April, Montag Ruhetag, Di bis So 10 bis 17 Uhr
SOMMER – Mai bis September, täglich 11 bis 18 Uhr

 

CREDITS:
Fotos: ©Saint Monday Magazine
Fotos Flaschen: Spreewood Distillers

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