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Blaumachen: Ein Tag mit OSTMOST auf der Streuobstwiese

Stellt euch vor, ganz Berlin wird mit Produkten aus Brandenburg versorgt. 100 Prozent regional und vor allem fair produziert – diese Vision steckt hinter dem Berliner Getränkeunternehmen OSTMOST. Wir wollen mehr darüber wissen und fahren mit OSTMOST-Gründer Bernd an einem strahlend schönen Herbsttag auf eine Streuobstwiese nach Philadelphia. Denn in allen OSTMOST-Schorlen und auch im OSTMOST-Cider stecken alte, regionaltypische Apfelsorten von naturbelassenen Streuobstwiesen.

Wir treffen die OSTMOST-Macher in der Moosdorferstraße am Treptower Park. Hier hat das Berliner Getränkeunternehmen sein zu Hause. Im Hinterhof des Backsteinhauses steht normalerweise ein kleiner Sortengarten, doch die jungen Apfelbäumchen mussten wegen Bauarbeiten kurzfristig an einen sicheren Ort gebraucht werden. Wer will, kann die kleinen Zöglinge zum Beispiel in den Prinzessinnengärten in Kreuzberg entdecken. Und auch andere Partner aus der Gastronomie haben Baumpatenschaften übernommen. Das heißt, sie bekommen junge Bäumchen zur Pflege, die später auf eine Streuobstwiese in Brandenburg gepflanzt werden.

Wir fahren Richtung Südosten. Unser Ziel: Philadelphia. Nein nicht das in Amerika, sondern das kleine unscheinbare Dorf bei Storkow in Brandenburg. Philadelphia hat etwa 300 Einwohner und ist schätzungsweise 3 Kilometer lang und kaum breit. Von der Hauptstraße biegen wir nach nur 40 Minuten Fahrt in den Luchweg und erreichen die Streuobstwiese. Drei Generationen Bäume wachsen hier krumm auf einem Hektar Land. Und mittendrin bis zu 5000 Tier- und Pflanzenarten.

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Streuobstwiesen zählen zu den artenreichsten Biotopen Mitteleuropas – nicht ohne Grund nennt sie Bernd Schock auch „die kleinen Regenwälder Deutschlands“. Übrigens: 80% der Streuobstwiesen wurden bereits abgeholzt und sind, ähnlich wie die tropischen Regenwälder, heute stark gefährdete Ökosysteme. Und genau hier kommen die Säfte, Schorlen und Cider von OSTMOST ins Spiel. So dient die 2014 gegründete Getränkemarke im Prinzip als Werbemittel und Finanzierungsinstrument für Streuobstwiesen im Osten. Das heißt mit jedem Schluck leisten OSTMOST-Trinker einen Beitrag zur Wiederaufforstung der Wiesen. Dafür gibt es – zusätzlich zur Getränkemarke – den gemeinnützigen Verein Äpfel & Konsorten, der sich für den Schutz, Erhalt und die Neupflanzung von Streuobstweisen einsetzt. Unter dem Motto „Reclaim Streuobstwiesen“ geht es dem Verein ums Mitmachen. Jeder kann sich hier aktiv an der Kampagne beteiligen und Bäume pflanzen, pflegen und ernten. Doch das ist noch nicht alles: Bernd Schock setzt sich nicht nur für die Rettung von Streuobstwiesen ein, sondern auch für einen fairen, regionalen Wirtschaftskreislauf. So zahlt er zum Beispiel seinen Initiativen und Obstbauern mehr als das Doppelte vom marktüblichen Preis, denn die Pflege und Ernte einer solchen Wiese ist besonders aufwändig und ansonsten für viele Landwirte wirtschaftlich nicht rentabel.

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Brandenburg mit dem Fahrrad entdecken! 
Die Luchwiese liegt übrigens inmitten der Salzwiesen, einem faszinierenden Teil des Naturpark Dahme-Heideseen. Flach ist die Gegend mit mehr als 100 Seen. Und auf über 300 Kilometer langen, gut ausgebauten Wegenetzen kann man hier wunderbare Radtouren erleben. Und vom Bahnhof Storkow erreicht man Philadelphia mit dem Fahrrad in weniger als 10 Minuten.



Auf der Luchwiese in Philadelphia trägt fast jeder der 40 Bäume eine andere Frucht – insgesamt soll es hier rund 30 verschiedenen alte Apfelsorten geben. Jeder Baum wächst hier anders, der eine mehr in die Höhe, der andere in die Breite – und das sollen sie auch! Denn nur so entwickeln sie eine natürliche Resistenz gegen Schädlinge und Umwelteinflüsse und müssen nicht gespritzt werden. Zur Bestäubung wurde eine Klotzbeute aufgestellt – eine artgerechte Form Bienen zu halten.


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Und kann man die Vielfalt der Streuobstwiese schmecken? Wir lassen uns überzeugen und trinken uns einmal quer durch das OSTMOST-Sortiment. 5 verschiedenen Apfelschorlen gibt es: mit Minze, Johannisbeere, Rhabarber und sogar mit Rote Beete. Lecker! Und dann sind da noch die beiden Cider, der milde „Steinkauz“ mit 3,5% und der wilde „Rotfuchs“ mit 5,5% Alkohol.

Übrigens: Trinken und finden kann man die OSTMOST-Produkte zurzeit hauptsächlich in der Berliner Gastronomie, bei Festivals oder im ausgesuchten Berliner Getränkehandel. Die Gestaltung des Flaschenlabels stammt aus der Feder des Berliner Designstudios ON&ON. Urban Art und die ganze geschmackliche Vielfalt der Natur – bei OSTMOST schließt sich der Kreis zwischen Stadt und Land.


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CREDITS:
Fotos: ©Saint Monday Magazine

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